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Verjährung der Ersatzansprüche des Vermieters

November 12, 2018 - Lesezeit: ~1 Minute

Verjährung der Ersatzansprüche des Vermieters

Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen unterlassener Schönheitsreparaturen durch den Mieter verjähren gemäß § 548 Abs. 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) in 6 Monaten.

Diese Verjährung beginnt gemäß § 548 Abs. 1 Satz 2 BGB bereits mit Rückgabe der Mietsache.

Das gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) selbst dann, wenn das Mietverhältnis zu diesem Zeitpunkt noch nicht beendet und der Anspruch des Vermieters noch nicht fällig ist!

Wichtig: Innerhalb dieser kurzen Verjährungsfrist verjähren auch die Ersatzsansprüche des Vermieters gegen den Mieter wegen Veränderung oder Verschlechterung der Mietsache.

Tipp: Damit Ihnen als Vermieter keine Rechtsnachteile bei Auszug des Mieters entstehen, sollten alle Beschädigungen an der Mietsache schnellstmöglich dokumentiert werden. Für die Höhe der Kosten sollte zunächst auf Kostenvoranschläge entsprechender Fachfirmen zurückgegriffen werden. Hiernach sind die Ersatzansprüche schnellstmöglich bei der Mieterseite anzumelden und unter Fristsetzung zur Zahlung aufzufordern. Erfolgt keine Reaktion der Mieter, sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir beraten Sie gern zum weiteren Vorgehen und den Erfolgsaussichten bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.


Der richtige Schriftverkehr im Mietrecht

November 12, 2018 - Lesezeit: 2 Minuten

Der richtige Schriftverkehr im Mietrecht

Bei den Vertragsparteien des Mietvertrages handelt es sich oftmals, und zwar sowohl auf Vermieter- als auch auf Mieterseite um Personenmehrheiten. Dies z. B. in Form von Eheleuten auf Mieter- oder Vermieterseite oder um mehrere Personen auf Mieterseite.

Bei der Korrespondenz im laufenden Mietverhältnis wird dabei oftmals von den Mietvertragsparteien verkannt, dass sämtliche Erklärungen, z.B. Abmahnungen, Kündigungen, Zahlungsaufforderungen usw., von allen Vermietern an alle Mieter auszubringen sind. Das heißt, es müssen im jeweiligen Schreiben der Vermieter an die Mieter sämtliche Mieter im Adressfeld des Schreibens, als auch in der Anrede aufgeführt werden. Zudem ist das jeweilige Schreiben auch von allen Personen auf Vermieterseite zu unterschreiben. Das heißt, dass nur eine Unterschrift eines Ehepartners in der Regel nicht ausreichend, damit die Erklärung Wirksamkeit beanspruchen kann.

Es ist daher zwingend darauf zu achten, dass auf Mieterseite stets an alle Mieter adressiert und kommuniziert wird. Auf Vermieterseite ist zudem darauf zu achten, dass alle Vermieter das beabsichtigte Schreiben an die Mieter unterzeichnen.

Beispiele:

1.

Bei Eheleuten also sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau unterschreiben.

2.

Bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) auf Vermieterseite haben alle Gesellschafter zu unterzeichnen.

 

Negativ-Beispiel:

Die Kündigung nur eines von zwei Mietern ist unwirksam. Hat bei einem Mietvertrag, bei dem auf Mieterseite mehrere Personen als Mieter vertraglich erfasst sind, nur ein Mieter die Kündigung des Mietvertrages unterschrieben, so ist diese Erklärung unwirksam. Nur beide Mieter gemeinschaftlich können die Kündigung des Mietverhältnisses gegenüber dem Vermieter erklären.


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